Romane
Zum Wohle der Gemeinde
von Marc Germann
Bei Amazon kaufen → Zu scherbenthal.de →
Die Scherbenthal Romane · Band 1
Scherbenthal liegt irgendwo in Nordhessen, zwischen bewaldeten Höhen, dem Taarsee und neun Ortsteilen, die offiziell zusammengehören – politisch aber erstaunlich viel Energie darauf verwenden, das Gegenteil zu beweisen.
Als auf der Rabenhöhe ein spektakulärer Höhensteg entstehen soll, scheint die Sache zunächst klar: mehr Touristen, mehr Aufmerksamkeit, mehr Zukunft.
Dann kommt die Kommunalpolitik.
Bürgermeister, Verwaltung, Investoren, Hoteliers, Unternehmer, Vereine, Ortsvorsteher und Bürgerinitiativen entdecken plötzlich ihre ganz persönlichen Vorstellungen vom Gemeinwohl. Aus einer touristischen Idee werden Förderanträge, Gutachten, Parkplätze, Verträge, Ausschreibungen, Bürgerproteste und die Frage, wer eigentlich später auf dem Eröffnungsfoto stehen darf.
Mittendrin steht Johannes Falk: Rechtsanwalt, Gemeinderat und Vorsitzender eines unabhängigen Bürgerforums. Er ist nicht grundsätzlich gegen das Projekt.
Was in Scherbenthal bereits als verdächtig gilt.
Falk stellt Fragen, wenn andere längst beschlossen haben wollen. Er liest Nebenbestimmungen, wenn alle anderen noch über Förderquoten jubeln. Und er besitzt die unangenehme Angewohnheit, schöne Verwaltungssprache gelegentlich in verständliches Deutsch zu übersetzen.
Während sich Ortsteile um Geld streiten, ein kleiner Bach plötzlich den Zugang zu den Weltmeeren sichern soll, Vereine ihre Interessen als Gemeinwohl entdecken und aus vier Spielgeräten beinahe eine Staatsaffäre wird, wächst ein Projekt heran, das Scherbenthal verändern soll.
Nur möglicherweise anders, als alle gedacht haben.
„Zum Wohle der Gemeinde“ ist der erste Band der Scherbenthal-Romane – eine bissige politische Satire über Kommunalpolitik, Macht, Eitelkeiten und die erstaunliche Fähigkeit kleiner Gemeinden, aus einfachen Fragen sehr große Probleme zu machen.
Trocken, schnell, pointiert und manchmal unangenehm vertraut.
Denn in Scherbenthal geschieht selbstverständlich alles zum Wohle der Gemeinde.
Man ist sich nur nicht immer einig, wer damit gemeint ist.